Metallbau Schuchardt GmbH

Home

Ausbildungsplätze

 

Metallbau

Brandschutztüren

Rauchschutztüren

Brandschutz

Fenster

Fassaden

 

Unsere Produkte

Referenzen

 

Firmenportrait

Betriebsausstattung

Anfahrt

Sitemap

Impressum

 

Kontakt

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

 

 

 

 

Basisinformationen zum Brandschutz mit Glas

 

Transparenter Brandschutz mit Pilkington Pyrostop® und Pilkington Pyrodur®

 

Transparenter Brandschutz in Deutschland heißt funktionales Zusammenspiel von Rahmensystemen mit allen Details und natürlich  den geeigneten Brandschutzgläsern Pilkington Pyrostop® und Pilkington Pyrodur®.

Als positives Ergebnis eines aufwändigen Zulassungsverfahrens steht letztendlich die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung der Brandschutzsysteme als erforderlicher Verwendbarkeitsnachweis.

In Deutschland existieren zurzeit zwei grundsätzlich unterschiedliche Arten von Brandschutzverglasungen:

F(T)-Verglasungen
Im Baurecht werden die F 30-Verglasungen als feuerhemmende, die F 60-Verglasungen als hochfeuerhemmende und die F 90-Verglasungen als feuerbeständige Bauarten benannt. Alle Verglasungen müssen über die genannte Feuerwiderstandsdauer vor Feuer und Rauch schützen und darüber hinaus den Hitzedurchgang nahezu völlig verhindern.

Bei Feuerschutzabschlüssen (Feuerschutztüren) der T 30-, T 60- oder T 90-Klasse müssen als lichtdurchlässige Elemente immer im Brandfall thermisch isolierende Gläser wie Pilkington Pyrostop® verwendet werden; so genannte „G-Gläser“ sind nicht zulässig.

G-Verglasungen
Die G-Verglasungen (gegen Feuer widerstandsfähige Verglasungen) sind brandschutztechnische Sonderbauteile, die durch die vorgenannten baurechtlichen Benennungen nicht erfasst sind. Diese Verglasungen müssen über die Feuerwiderstandsdauer vor Rauch und Feuer schützen, jedoch wird der Durchgang der Hitzestrahlung nicht begrenzt.

Um das Ziel der Rauch- und Flammendichte des Gesamtsystems über die Prüfdauer zu erreichen, ist jedoch in vielen Fällen der Einsatz eines den Hitzedurchgang im Brandfall reduzierenden Glases wie Pilkington Pyrodur® unumgänglich. Mit Pilkington Pyrodur® kann man z. B. aufgrund der reduzierten Hitzestrahlung in geeigneten Systemen zusätzlich erhöhten Schallschutz (Kombinationen mit Schalldämm- Verbund-Sicherheitsglas) realisieren oder erhöhte Sicherheitsanforderungen (Kombinationen mit Verbund-Sicherheitsglas) erfüllen.

Aufgrund seiner Hitzestrahlung reduzierenden Eigenschaft kann Pilkington Pyrodur® sogar in geeignete Rahmensysteme aus Holz oder Aluminium eingesetzt werden, da eine Entzündung der schutzseitigen Materialien bzw. ein übermäßiges Abschmelzen der Materialien nicht erfolgt.

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Einbaulage der Brandschutzverglasungen. Weicht sie mehr als 10° von der Vertikalen ab, so handelt es sich um geneigte oder horizontale Verglasungen, die im Allgemeinen als Dachverglasungen bezeichnet werden.

Bei diesen Verglasungen wird das gesamte System im Brandversuch ausschließlich von der Unterseite getestet. Für diese Anwendung, bei der die Gesamtkonstruktion einschließlich der Brandschutzgläser besonderen Belastungen (Schnee, Wind, Eigengewicht und Klimalasten) unterliegt, sind spezielle Brandschutzgläser entwickelt worden, die die zurzeit gültigen „Technischen Regeln für die Verwendung von linienförmig gelagerten Verglasungen“ (TRLV) des DIBt in der Fassung 9/98 erfüllen. Selbstverständlich gilt auch hier das Grundprinzip, dass nur Rahmenkonstruktionen plus Brandschutzgläser inklusive aller Konstruktionsdetails die geforderte Feuerwiderstandsklasse erreichen können. Darüber hinaus müssen diese Verglasungen selbstverständlich über die gesamte Nutzungsdauer ihre vorgesehene gebrauchsmäßige Funktion als z. B. Wetterschutz einwandfrei erfüllen.

Als Neuerung im Fassadenbereich sind verglaste Brandschutz-Fassadensysteme, die als Pfosten-Riegel-Konstruktionen über mehrere Geschosse verlaufen können, zu erwähnen. Hierfür gibt es mittlerweile allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen, in denen neben den brandschutztechnischen Aspekten auch die Nachweise zur Gebrauchstauglichkeit (z.B. statische Eignung hinsichtlich der Wind- und Klimalasten) entsprechend der oben genannten TRLV gefordert sind. Ebenso werden in diesen Zulassungen die technischen/physikalischen Eigenschaften der Gesamtkonstruktion inklusive der Gläser behandelt.

Mittlerweile steht eine Vielzahl von Pilkington Pyrostop®- und Pilkington Pyrodur®-Brandschutz-Isoliergläsern für diese Verglasungen zur Verfügung, die zusätzlich erhöhte Anforderungen an den Wärmeschutz, Sonnenschutz, Schallschutz sowie Personen- und Objektschutz erfüllen können.

Pilkington Pyrostop® wird als Bestandteil von Bauteilen der Feuerwiderstandsklassen F 30, F 60 oder F 90 bzw. T 30, T 60 oder T 90 eingesetzt. Mit diesen Bauteilen wird neben der Rauch- oder Flammendichte, wie bei massiven, nichttransparenten Brandschutzbauteilen, die geforderte thermische Isolierung im Brandfall erreicht.

Seit neuestem gibt es auch für die Feuerwiderstandsklasse F 60 bzw. T 60 verschiedene Pilkington Pyrostop®-Brandschutzgläser, mit denen bereits positive Brandprüfungen im Rahmen des Zulassungsverfahrens durchgeführt wurden.

Wird von der entsprechenden Bauaufsichtsbehörde bzw. dem Vorbeugenden Brandschutz ein Bauteil mit der Feuerwiderstandsklasse G 30 gefordert, so kommen Brandschutzsysteme mit Pilkington Pyrodur® zur Anwendung.

Sowohl im F- bzw. T-Bereich als auch in der G-Klasse hat die Pilkington-Gruppe in Kooperation mit nahezu allen anerkannten Profilherstellern und Fachfirmen eine Vielzahl von Brandschutzsystemen entwickelt, die vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) in Berlin allgemein bauaufsichtlich zugelassen wurden.

Falls die allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen bestimmte bauliche Gegebenheiten oder spezielle Glaskombinationen nicht abdecken können, besteht die Möglichkeit der Zustimmung im Einzelfall durch die in der Regel oberste Bauaufsichtsbehörde der Länder. Die Abstimmung mit dem entsprechenden Zulassungsinhaber ist erforderlich.

Quelle: Pilkington Brandschutz Glashandbuch 2006